Briefmarken-Literatur
NEU
Aus dem Briefmarken-Lexikon
Internetnutzung
Ein exzellentes, ein überragendes Medium, dessen Möglichkeiten heute nur zu einem Bruchteil und höchst einseitig genutzt werden.
Im Briefmarkenbereich wird es fast ausschließlich zu Verkaufsaktivitäten genutzt, wobei viele ihren Versandhandel einfach nur 1:1 auf das Internet übertragen. Das ist dann selten prickelnd. So richtig an den Möglichkeiten vorbei geht dann z.B., wenn eine postfrische Marke abgebildet - und das folgende Angebot die gestempelte Erhaltung betrifft oder Abbildungen gar generell nur "beispielhaft" sind. Das sollte sich kein Sammler bieten lassen - das Internet kann mehr.
Was ich persönlich bedaure, das wurde früher mal gepflegt, allein aus Achtung vor dem, für den es bestimmt ist, daß im Internet (und nicht nur dort) Geschriebenes oft vor Rechtschreib- und Formulierungsfehlern nur so strotzt. Allein eine automatische Rechtschreibprüfung könnte die Wirkung solcher Seiten teils erheblich verbessern. Aber OK!
Besonders zu schätzen ist seine Transparenz, seine jederzeitige Verfügbarkeit, seine Antworten auf alle Fragen, unbegrenzte Vergleichsmöglichkeiten, die aktive und passive Nutzbarkeit durch jeden, blitzschnelle Kommunikation mit umfänglichster visueller Information.
Aber gerade dieser letzte Punkt scheint der Philatelie eher Angst zu machen, denn ehrliche Transparenz sucht man fast vergebens. Ja, es gibt eine unehrliche Transparenz, eine, wie sie in der Philatelie im Verlaufe der letzten ca. 50 Jahre entstanden ist.
Da werden geprüfte Marken angeboten, ohne zu zeigen, wie diese Prüfung ausgefallen ist, ebenso Marken mit "unwesentlichen" Fehlern (eine Marke mit Fehlern ist wertlos!), Konvolute und Lots, für die es selbst bei groben Fehlern kein Rückgaberecht gibt, Marken als "super" und mit sonstigen Übertreibungen rundgestempelt bezeichnet, obwohl sie überhaupt nicht prüfbar sind, "Sonderangebote" für Objekte gemacht, die zu 100 % überhöht sind.
Alles zielt auf Desinformation, auf Tarnen, Täuschen und Vertuschen.
Das Internet ist voll von zögerlich oder gar nicht wachsenden, meist verkrusteten und von den Betreibern egoistisch auf den eigenen Vorteil zugeschnittenen Strukturen.
Gorbatschow sprach einst von Glasnost - und wußte, daß die Zeit die bestrafen würde, die Notwendigkeiten verschlafen.
Dabei ist das Internet hervorragend für den Kauf und Verkauf von Briefmarken über Internetauktionen, z.B. von eBay, geeignet: man sieht das Angebot, auch in Vergrößerung, liest die Beschreibung, die Bedingungen und bietet, oder auch nicht, was es einem wert ist. Und es ist erstaunlich, zu welch realen Marktpreisen man Zuschläge erhält - endlos weit weg von irgendwelchen illusorischen Katalog- und auch Händlerpreisen. Nicht billig, nicht teuer, einfach marktgerecht. Und die wichtigste Feststellung: zu Preisen, die man beim Wiederverkauf wohl zumindest auch wieder bekommen wird.
Ach, übrigens, bequem von zu Hause aus, wenn man gerade Zeit und Lust hat - und etwas Interessantes findet.
Risiken? Sicher, wo nicht? Ich habe im Internet nachgezähnte Marken und bei einem honorigen Händler, er ist es auch heute noch für mich, Saarmarken gekauft, die sich, 20 Jahre später geprüft, als Stempelfälschungen herausstellten.
Welche negativen Erfahrungen ich bisher im Internet machte, habe ich übrigens unter dem Stichwort "Internetrisiken" zusammengefaßt.
Die Philatelie geht, völlig antiquiert, noch einen negativen Schritt weiter, indem sie dem Internet die Schuld zuschiebt, an mangelndem Sammlernachwuchs schuld zu sein. Die jungen Menschen säßen am Computer und würden spielen, hätten am Briefmarkensammeln kein Interesse mehr!
Welch eine Verhöhnung dieser Jugend.
Hallo, der Computer, das Internet ist unabwendbarer Teil unseres Alltags. Und wenn sich die Philatelie nicht darauf einstellt, wird sie tatsächlich verschwinden.
Wie sollen junge Menschen zu unserem Hobby finden, wenn sie im Internet, wo man sonst alles findet, ausgerechnet hierzu überhaupt nichts "Witziges", außer auf Verkauf und Mitgliedschaftswerbung und Selbstdarstellung ausgerichtete Strukturen, angeboten bekommen?
Doch halt, vielleicht muß ich mich doch berichtigen, denn für den mitdenkenden und kritischen Nutzer sind die meisten dieser auf Briefmarken bezogenen Internetseiten eher eine Bloßstellung, ein Armutszeugnis der Initiatoren. Wenn ich z.B. den Auftritt des Bundesverbandes bei Facebook unter diesen Aspekten lese, so wird es eindeutig: dieser Verband ist Vertreter des Handels, der Zubehör- und Kataloghersteller und vor allem der Post - mit dem gemeinen Briefmarken-Sammler hat der nichts am Hut.
Guten Tag, liebe Briefmarkenfreunde !
Gut Ding, besonders Qualität, will Weile haben, langsam wachsen.
So auch diese Seite, auf der ich, Günther Köpfer, Briefmarkensammler seit mehr als 50 Jahren, Sie herzlich Willkommen heiße.
Den Briefmarkensammler als Zielgruppe, ist der philatelistische Buch- und Zeitschriftenmarkt übersäht von Angeboten, die allesamt vorgeben, für ihn gemacht, nützlich und, logischerweise, „unentbehrlich“ zu sein.
Einige wenige unentbehrliche gibt es tatsächlich, aber selbst bei den meisten Empfehlenswerten muß man teils gewaltige Abstriche machen. Als Grund hierfür sehe ich, daß sie fast alle aus der Ecke kommen, die mit dem Briefmarkensammler möglichst gute, nur leider oft einseitige Geschäfte machen möchten - immer zu dessen Nachteil.
Viele Titel solcher Literatur muß man jedoch als „nicht empfehlenswert“ einstufen.
Hierfür Geld auszugeben, wäre wie Geld aus dem Fenster zu werfen. Durch nur teilweise Information, komplettes Weglassen oder fehlende Interpretation werden uninformierte Sammler auf falsche, ausschließlich dem Handel dienende Fährten gelockt.
Ergebnis sind, wie derzeit zigtausende, ja hunderttausende Beispiele beweisen, in Jahrzehnten teuer erkaufte, nun wertlose Sammlungen – und verärgerte Sammler.
Mit meinen diversen Internet-Auftritten möchte ich solch furchtbare Entwicklungen vermeiden helfen, und mit meiner neuen Seite www.briefmarken-literatur.de Entscheidungshilfen für oder gegen den Kauf irgendwelcher Briefmarken-Literatur geben.
Für die Bewertung stelle ich ganz einfach die logischen Ansprüche von uns Sammlern an ein Produkt dem gegenüber, was es tatsächlich beinhaltet, fertig.
Sortiert nach
Ratgeber            Kataloge und Handbuch-Kataloge
Zeitschriften         Artverwandtes
kann man dann die Bewertungsergebnisse als
"?" (für eigene Werke)        sehr empfehlenswert        
empfehlenswert
bedingt empfehlenswert         
nicht empfehlenswert
ablesen
Vom jeweils bewerteten Produkt kommt man mit einem Klick zur Besprechung, in der einmal weitere Informationen und Tipps hierzu gegeben werden, vor allem aber über, „Anspruch“, „Tatsachen“, „Realität“, „Bewertung“, wie es zum jeweiligen Urteil gekommen ist.
Freuen würde ich mich darüber, wenn ich Bewertungen zum Positiven verändern dürfte, denn das wäre ja mit der Anerkennung des Briefmarkensammlers als solchem verbunden.
Viel Spaß!